Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Erweiterung und Generalsanierung der Angrüner-Mittelschule mit Anbindung an die Grundschule in der Dr.-Franz-Schmitz-Str. 2a, 93077 Bad Abbach

BezeichnungInhalt
Sitzung:07.03.2017   MGR/002/2017 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 23, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

In der Marktgemeinderatssitzung am 07.02.2017 wurde beschlossen, dass die Kosten der beiden geplanten Bauabschnitte 1 „Erweiterung der Angrüner-Mittelschule mit Anbindung an die Grundschule“ und 2 „Sanierung der Angrüner-Mittelschule mit Hort“ (entsprechend der Empfehlung der Regierung von Niederbayern) im Gremium detailliert aufgezeigt werden sollen.

 

Die Kosten und die zeitliche Abfolge wird vom Planungsbüro ARGE Gutthann/HIW Architekten eingehend dargestellt und erläutert:

 

  • Es handle sich um ein 40 Jahre altes Gebäude mit den entsprechenden brandschutztechnischen und energetischen Defiziten.

 

  • 50 % der Gesamtkosten fallen dabei auf den von beiden Schulen zu nutzenden Neubau.

 

  • Derzeit sind einige Klassen der Grundschule aufgrund der knappen Raumressourcen in der Angrüner-Mittelschule untergebracht.

 

  • Im Zuge der Sanierung werden Räumlichkeiten für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler geschaffen, die ansonsten an anderer Stelle errichtet werden müssten.

 

  • Im Weiteren werden die Kostengruppen eingehend erläutert.

 

In der Diskussion wird Folgendes erörtert:

 

  • Die Wandverkleidung in den Fluren wurde gewählt, da diese auf Dauer geringere Unterhaltskosten verursache und auf Dauer wirtschaftlicher sei.

 

  • Bei den Außenanlagen seien noch Kostenoptimierungen möglich, da man auf Ausstattungen evtl. verzichten könne.

 

  • Durch das erarbeitete Konzept können Kosten für die Aufstellung von Containern in siebenstelliger Höhe eingespart werden, da der Neubau in der Sanierungsphase für Unterrichtsräume genutzt werden könne.

 

  • Die aus dem Gremium angeregten pauschalen 20- bis 30-%igen Kosteneinsparungen seien nicht umsetzbar.

 

  • Es könnte eine niedrige sechsstellige Einsparung bei Einsatz eines Wärmedämmverbundsystems erreicht werden. Dies sei jedoch bautechnisch nicht sinnvoll und wurde daher verworfen.

 

  • Es handle sich um ein „Mammutprojekt“ und die Kosten seien nicht nachvollziehbar. Bei Umsetzung in der dargestellten Art und Weise können andere anstehende Baumaßnahmen in den nächsten Jahren nicht mehr verwirklicht werden.

 

  • Es wird mitgeteilt, dass die Planungskosten für die Leistungsphasen 1 bis 3 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure schon jetzt anfallen, da die entsprechenden Leistungen bereits erbracht worden sind. Die weiteren Leistungsphasen 4 bis 9 fallen bei der Umsetzung der entsprechenden Maßnahme an.

 

  • Die angespannte Raumsituation könne durch den Neubau entschärft werden. Die Sanierungsarbeiten könnten dann später erfolgen. Dadurch werden jedoch die trotzdem zu lösenden Probleme im Bereich des Brandschutzes und der Sanitäreinrichtungen nicht angegangen.

 

  • Der Zeitrahmen wurde mit der Regierung von Niederbayern abgestimmt. Eine zeitliche Streckung müsste nochmals mit den Fachstellen erörtert werden.

 

  • Die Sanierung der Angrüner-Mittelschule mit dem auch von der Grundschule genutzten Neubau stelle eine Standortsicherung dar und sei ein Signal für das Unterzentrum Bad Abbach.

 

  • Die Höhe der Kosten wird kritisch hinterfragt. Der Neubau der Realschule Riedenburg hätte Kosten in Höhe von 17 Millionen Euro verursacht und die Errichtung der Berufsschule Kelheim sei mit 10 Millionen Euro umgesetzt worden. Vom Arch.-Büro wird hierzu entgegnet, dass die Baukosten für das räumlich kleinere Gymnasium Lappersdorf bei 20 Millionen Euro gelegen hätten und sich die Kosten wegen des Bauvolumens von ca. 46.000 m³ ergeben.

 

  • Es solle ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, der dem Gremium die Auswahl von verschiedenen Varianten aufzeige. Hierzu wird vom Arch.-Büro entgegnet, dass sich Kosten aufgrund von Sachzwängen ergeben und hier keine Alternativen sinnvoll seien.

 

  • Die derzeitige Situation ergebe sich infolge der in den letzten 30 Jahren ausgewiesenen Baugebiete und des wesentlich erweiterten Förderangebotes sowie der zusätzlichen Einrichtungen, wie die Mittagsbetreuung und die offene Ganztagsschule. Diese Gegebenheiten führen zu einem wesentlich größeren Raumbedarf, der bereitgestellt werden muss.

 

  • Es wird angeregt, die Baumaßnahme im Schul-, Sport-, Jugendförderungs- und Sozialausschuss eingehend zu diskutieren und zu begleiten.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat nimmt die detaillierte Kostenaufstellung, die den Zuschussanträgen zugrunde liegt, zur Kenntnis und billigt diese.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

23

Ja-Stimmen:

23

Nein-Stimmen:

0

 

 

Beschlussnummer:

599