Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Umsetzungskonzept der EU-Wasserrahmenrichtlinie für die Donau

BezeichnungInhalt
Sitzung:25.10.2016   MGR/012/2016 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 24, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

Das Wasserwirtschaftsamt Landshut hat das Landschaftsbüro Pirkl-Riedel-Theurer, Landshut, mit der Erstellung des Umsetzungskonzeptes der EU-Wasserrahmenrichtlinie beauftragt.

 

In diesem Konzept werden Maßnahmen vorgeschlagen, die die Donau insgesamt im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie naturnäher gestalten sollen. Hierbei sind auch Abschnitte im Gemeindebereich Bad Abbach betroffen.

 

Herr Anton Pirkl vom o.g. Planungsbüro stellt dem Gremium das Konzept vor:

 

  • Aufgrund der Gegebenheit, dass die Donau vom E-Werk Poikam bis nach Oberndorf für den Schiffsverkehr nicht genutzt wird, können in diesem Bereich die meisten Maßnahmen durchgeführt werden.

 

  • Die wichtigsten hydromorphologischen Maßnahmen sind dabei

-       die Verschüttung durch Kies und die Anreicherung mit Strukturen (Totholz)

-       Rückbau von Uferbefestigungen oberhalb des Mittleren Wasserspiegels (MW), Anschüttung mit Kies, Anreicherung mit Strukturen (Totholz)

-       Rückbau von Uferbefestigungen oberhalb des MW, Abflachung des Vorlandes, Anschüttung mit Kies, Anreicherung mit Strukturen (Totholz)

-       Einbau von Parallelwerken, Aufhöhen/Optimieren bestehender Parallelwerke

-       Augewässer/Ersatzfließgewässer anlegen bzw. entwickeln

-       Primäraue naturnah wiederherstellen/entwickeln

 

  • Dabei haben die 1. Priorität

-       Lage im Bereich der Stauwurzeln (Strömung)

-       Abschnitte ohne/mit eingeschränkter Schifffahrt

-       Benötigte Flächen im öffentlichen Eigentum

-       Erfolgreiche Abstimmung mit den Beteiligten

 

  • Die Abstimmungsgespräche mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg sowie den beiden Wasserwirtschaftsämtern Regensburg und Landshut wurden bereits geführt.

 

  • Der Markt Bad Abbach wird nun beteiligt. Durch die Maßnahmen kommen auf den Markt keine Kosten für Bau und Unterhalt zu.

 

  • Im Bereich der Donau bei Bad Abbach ist vorgesehen, Maßnahmen zur Habitätsverbesserung durch den Rückbau von Uferbefestigungen oberhalb des Mittleren Wasserstandes mit Abflachung des Vorlandes, Anschüttungen mit Kies sowie Anreicherung mit Strukturen (Totholz) umzusetzen.

 

  • Dadurch wird stellenweise die Zugänglichkeit zur Donau verbessert. Die vorhandene Uferbefestigung wird damit unterhalb des Mittleren Wasserstandes wieder eingebaut und die Befestigung gegen Unterspülungen geschützt.

 

 

In der Diskussion wird Folgendes erörtert:

 

  • Auf Nachfrage wird mitgeteilt, dass die Umsetzung der o.g. Maßnahmen auf gemeindeeigenen Grundstücken nur mit der Erlaubnis des Marktes Bad Abbach als Grundstückseigentümer erfolgen kann.

 

  • Durch die verbesserte Zugänglichkeit der Donau könnten evtl. entsprechende Badebuchten angelegt werden.

Von Seiten des Landschaftsbüros wird dazu ausgeführt, dass die Zugänglichkeit zwar verbessert werde, aber eine Anlage von Badebuchten oder auch Anlegestellen für Boote ohne Motorisierung nicht Inhalt der Maßnahmen sei.

 

  • Die Durchführung der Maßnahmen ist für den Markt Bad Abbach nicht mit Kosten verbunden und daher zu begrüßen.

 

  • Im Bereich von Oberndorf könne aus Platzgründen lediglich eine Kiesanschüttung erfolgen.

 

  • Auf Nachfrage wird vom Landschaftsbüro mitgeteilt, dass die Stabilität der Uferbefestigung nicht beeinträchtigt werde.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat nimmt das vorgestellte Konzept positiv zur Kenntnis. Die einzelnen Maßnahmen sind mit dem Markt Bad Abbach abzustimmen.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

24

Ja-Stimmen:

24

Nein-Stimmen:

0

 

 

Beschlussnummer:

542