Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Dorfgemeinschaftshaus Dünzling;

BezeichnungInhalt
Sitzung:31.05.2016   MGR/006/2016 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 15, Nein: 8
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

Mit Beschluss Nr. 419 vom 29.03.2016 hat das Gremium beschlossen, dass eine Veräußerung des alten Schulhauses nicht erfolgt.

 

In der ausführlichen Diskussion wurde auch die Sanierung des Gebäudes angesprochen.

 

Das Arch.-Büro Künzel, Pentling, wurde daher beauftragt, die Sanierung des Gebäudes näher zu prüfen und entsprechende Kosten zu ermitteln.

 

Weiterhin wurde die Aufgabe erteilt, den Abriss und Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses ohne den bisher angedachten Stellplatz für die Freiwillige Feuerwehr der Sanierung gegenüberzustellen, um die Kosten vergleichen zu können.

 

Herr Johann Künzel stellt dem Gremium die beiden Varianten vor:

 

 

Variante 1: Sanierung des alten Schulhauses

 

Die größeren Räume im ehemaligen Schulhaus bieten mehr Platz als eigentlich benötigt wird. Diese sind auch dauerhaft zu unterhalten und werden entsprechende Kosten verursachen.

 

Bei einer Gesamtnutzfläche von 690 m² (inkl. Dachgeschossausbau mit zwei Wohneinheiten) ergeben sich Sanierungskosten von ca. 1.390.000,00 € brutto.

 

 

Variante 2: Abriss und Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses

 

Um vergleichbare Zahlen zu erhalten, wurde ein Neubau ohne einen Stellplatz für die Freiwillige Feuerwehr geplant. Bei einer Gesamtnutzfläche von 371,00 m² ist mit Baukosten in Höhe von ca. 972.000,00 € zu rechnen.

 

 

Herr Klaus Amann von der Leader-Förderstelle im Landkreis Kelheim informiert das Gremium darüber, dass aufgrund der Schließung der Dorfgaststätten hier der Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger verloren geht. Aus diesem Grunde wurden zwei unterschiedliche Förderprogramme aufgelegt:

 

 

Förderprogramm 1: Leader-Förderung

 

Hier werden 50 % der Gesamtkosten gefördert. Die Förderung ist jedoch auf 200.000,00 € begrenzt. Das notwendige Konzept wurde bereits zusammen mit den Dünzlinger Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet.

 

 

Förderprogramm 2: ELER über das Amt für ländliche Entwicklung (ALE)

 

Hier werden 60 % der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst. Die zuwendungsfähigen Kosten sind auf 1,5 Mio. € begrenzt. Im Bezirk Niederbayern stehen 2,4 Mio. € jährlich zur Verfügung. Die Zuwendungsanträge müssten jedoch rasch gestellt werden, da die Zuschüsse zum einen im „Windhundverfahren“ gewährt werden und zum anderen eine bayernweite Rangliste erstellt wird.

 

 

In der Diskussion wird Folgendes erörtert:

 

  • Der Pfarrhof und das Schulhaus sollten als Ensemble erhalten werden, auch wenn die Kosten höher seien. Bei der Sanierung stünde jedoch auch eine wesentlich höhere Nutzfläche zur Verfügung.

 

  • Die Unterhaltskosten bei einer Sanierung seien aufgrund der größeren Nutzfläche höher als bei einem Neubau. Weiterhin sei es nicht sinnvoll, in einem Dorfgemeinschaftshaus Wohnungen unterzubringen, da dies zu Konflikten (Lärm, Sauberkeit, häufiger Mieterwechsel etc.) führen würde.

 

  • Für die Freiwillige Feuerwehr sei auf Dauer ein weiterer Stellplatz erforderlich, der in der Konzeption für den Neubau in der Fassung vom 23.11.2015 mit enthalten sei.

 

  • Die Sanierung des Gebäudes sei nicht wirtschaftlich. Eine Senkung der Kosten ist nur möglich, wenn man die Nutzflächen reduziert. Die im Jahr 2015 erarbeitete Planungsvariante mit der Integration eines Stellplatzes für die Freiwillige Feuerwehr wurde bereits mit den Ortsvereinen abgestimmt, die sich für die bereits vorliegende Planung ausgesprochen haben. Hier sind die Kosten auch geringer als bei den beiden vorgestellten Varianten (ca. 600.000,00 €).

 

  • Auf Nachfrage wird mitgeteilt, dass man durchaus zwei Förderungen parallel beantragen könne, aber nur eine Antragstellung gefördert werden würde. Auf die Zeitproblematiken bei beiden Programmen wird hingewiesen, da das Leader-Programm zeitnah abläuft, während die Förderung über ELER wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.

 

  • Durch den Einbau von zwei Wohnungen könne sich durch die Miete die Sanierung auf Dauer als wirtschaftlich erweisen.

 

  • Es wird beantragt, dass hier analog der Sportförderrichtlinien der Markt Bad Abbach 10 % der Baukosten als Zuschuss auszahlt und die Vereine das Dorfgemeinschaftshaus selbst errichten.

 

  • Die Dünzlinger Vereine haben sich für einen Neubau ausgesprochen und daher sollte dies auch so umgesetzt werden.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat beschließt, das alte Schulhaus in Dünzling zu sanieren.

 

Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

23

Ja-Stimmen:

10

Nein-Stimmen:

13

 

 

Beschlussnummer:

456

 

Aufgrund des Abstimmungsergebnisses wird das alte Schulhaus in Dünzling somit nicht saniert.

 

 

 

Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat beschließt, dass die Dünzlinger Vereine in Eigenleistung das Gebäude abreißen und einen Neubau errichten können. Die Baumaßnahme wird vom Markt Bad Abbach in Anlehnung an die Sportförderrichtlinien mit 10 % der Baukosten bezuschusst.

 

Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

23

Ja-Stimmen:

4

Nein-Stimmen:

19

 

 

Beschlussnummer:

457

 

Aufgrund des Abstimmungsergebnisses ist der Antrag auf analoge Anwendung der Sportförderrichtlinien somit abgelehnt.

 

 

 

Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat beschließt, das alte Schulhaus in Dünzling abzureißen und an dieser Stelle ein Dorfgemeinschaftshaus auf Basis der Planung des Architekturbüros Künzel, Pentling, vom 23.11.2015 zu errichten.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

23

Ja-Stimmen:

15

Nein-Stimmen:

8

 

 

Beschlussnummer:

458