Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV),

BezeichnungInhalt
Sitzung:02.07.2013   MGR/006/2013 
Beschluss:Kenntnis genommen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

Im Rahmen der Gestaltung der „Neuen Mitte“ und auch bei der Diskussion über das BayWa-Gelände wurde u.a. auch die Problematik des öffentlichen Personennahverkehrs angesprochen.

 

Der Vorsitzende informiert das Gremium, dass wegen der RVV-Anbindung des BayWa-Geländes mit Herrn Studenik vom Landratsamt Kelheim Gespräche geführt worden sind. Nach Auffassung des Landratsamtes sei die derzeitige Haltestellensituation vollkommen ausreichend und eine weitere Haltestelle in diesem Bereich nicht notwendig. Lediglich eine geringe Verschiebung der Haltestelle am Shopping-Center nach Westen sei nach Auffassung des Landratsamtes Kelheim denkbar.

 

Falls die Haltestelle beim Shopping-Center beibehalten werden sollte, müsste diese baulich entsprechend ertüchtigt werden. Dazu seien jedoch noch Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt als Straßenbaulastträger erforderlich.

 

Der Vorsitzende begrüßt Herrn Josef Weigl vom Regensburger Verkehrsverbund (RVV), der dem Gremium die derzeitige Anbindung von Bad Abbach an den RVV eingehend erläutert:

 

  • Bad Abbach ist durch die Linien 16 und 19 an den RVV angebunden.

  • Die Platzierung der Haltestellen sei derzeit ideal, da jede Haltestelle in einem

400 m Radius das bewohnte Gebiet mit entsprechenden Überschneidungen abdeckt.

  • Die Haltestelle beim Shopping-Center sei für das Goldtal sehr wichtig, da hier fast der gesamte Bereich durch den 400 m – Umgriff abgedeckt werden kann. Ein Verschieben der Haltestelle nach Westen erscheint nach Auffassung des RVV nicht sinnvoll, da die derzeitige Platzierung mit der Überquerungshilfe im Anschluss an die Linksabbiegespur „Gutenbergring“ verkehrstechnisch ideal gelöst ist.
    Lediglich die bauliche Gestaltung der Haltestellensituation sollte auf den aktuellen Stand gebracht werden.

  • Eine Verschiebung der Haltestelle „Shopping-Center“ nach Osten würde eine Verbesserung für die Anwohner im Goldtal bringen, kommt aber in Konflikt mit der Linksabbiegespur „Gutenbergring“ und kann daher wohl nicht in dieser Art und Weise umgebaut werden.

  • Im Ortszentrum könnte ein Linienverkehr lediglich durch die Linie 19 realisiert werden. Voraussetzung für die Anbindung der Asklepios-Klinik an der Kaiser-Karl V.-Allee ist allerdings, dass der Brunnen beseitigt und die Fußgängerzone geöffnet wird. Die Platzierung der Außenbestuhlung durch die diversen Gastronomiebetriebe wäre dann nicht mehr möglich, da von mindestens 10 Fahrten täglich ausgegangen werden muss.

Auf die Fragen des Gremiums wird von Seiten des RVV wie folgt Stellung genommen:

 

  • Die Ertüchtigung der Haltestelle „Shopping-Center“ könnte durch die Anbringung einer entsprechenden Befestigung, die Schaffung von Wartebereichen, die Erstellung einer größeren Aufstellfläche und die Errichtung eines Buswartehäuschens auf der Nordseite der Staatsstraße (Richtung Regensburg) erreicht werden.

  • Die Schaffung eines Fußweges südlich der Staatsstraße sei für die Anbindung der Haltestelle nicht sinnvoll, da auf dieser Seite keine Frequenz zur Haltestelle zu erwarten ist (keine Bebauung).

  • Die Verschiebung der Haltestelle „Heidfeld“ nach Westen bringt für die Anbindung des Goldtales keine Vorteile, da keine befestigten und beleuchteten Wege in diesem Bereich vorhanden sind.

  • Es wird angefragt, ob der RVV einen „Ortstarif“ für Bad Abbach einführen könnte. Derzeit betrage der Einzelpreis für die Zone 2,10 €. Bei Nutzung einer Streifenkarte reduziert sich der Preis für die Einzelfahrt auf 1,60 €.

    Der Markt Bad Abbach könne mit dem RVV einen Vertrag über ein „Innerortsticket“ abschließen. Hierzu müsste der Landkreis Kelheim als Aufgabenträger eingeschaltet werden. Der Einzelpreis könne reduziert werden, wenn der Markt Bad Abbach den Einnahmeausfall übernehmen würde. In  Lappersdorf und Neutraubling wurde eine solche Regelung getroffen. Das „Innerortsticket“ kostet dort 1,00 € (Streifenkarte). Die Einnahmeausfälle in Höhe von 0,60 € je Karte werden dem RVV durch die Kommunen erstattet.

  • Die Linie 19 fällt in Lengfeld in eine andere Tarifzone und führt zu höheren Kosten für die Nutzer. Dies sei durch die größere Entfernung und die überproportional hohen Kosten begründet.

  • Eine Öffnung der Fußgängerzone bedarf mit Sicherheit weitgehender Überlegungen und Diskussionen.

 


Der Marktgemeinderat nimmt den Bericht des RVV ohne Beschluss zur Kenntnis.