Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Rahmenplan für den Bereich der Raiffeisenstraße,

BezeichnungInhalt
Sitzung:30.10.2012   MGR/010/2012 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 22, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

Mit Beschluss Nr. 640 vom 31.01.2012 wurde die Aufstellung eines Rahmenplans für den Bereich der Raiffeisenstraße beschlossen.

 

In den vergangenen Monaten wurde der Rahmenplan erarbeitet, der auch die aktuellen Entwicklungen (BayWa, Watzinger …) berücksichtigt.

 

Es wird noch darauf hingewiesen, dass der Rahmenplan nur die „Grundausrichtung“ einer künftigen Entwicklung aufzeigen kann. Die konkreten Maßnahmen bedürfen selbstverständlich einer entsprechenden Bauleitplanung.

 

Frau Petra Schober vom Büro Schober Architekten stellt dem Gremium den Rahmenplan vor, der folgende Inhalte hat:

 

  • Nutzungsarten an der Raiffeisenstraße
    • Im nördlichen Bereich der Raiffeisenstraße vom Kreisverkehrsplatz bis zur Abzweigung Carl-Heindl-Straße ist mit Ausnahme des bestehenden „Neuen Marktes“ (Edeka-Markt etc.) beidseitig eine Wohnbebauung vorgesehen.
    • Im südlichen Bereich nach den Abzweigungen Carl-Heindl-Straße und Goldtalstraße ist entlang der Straße die Nutzung direkt an der Straße mit Geschäftshäusern dargestellt. Anschließend an diese Bebauung wurde Wohnungsbau in konzentrierter Form angedacht, um den Ansiedlungsdruck durch die Nähe zu Regensburg nachkommen zu können.
    • Im Bereich des Friedhofes wurde eine kleine Parkanlage mit Jugendtreff und entsprechenden Außenbereichen (Skateanlage) dargestellt. Die Erweiterung des Friedhofes solle daher in einem reduzierten Umfang angedacht werden.
    • Auf dem „BayWa“-Gelände könnte sich ein Einzelhandelsmarkt ansiedeln. Nach Auskunft der Fa. BayWa AG soll ja die Tankstelle nicht nur beibehalten, sondern noch ausgebaut und um einen Shop-Bereich ergänzt werden.
    • Im weiteren Bereich wurde östlich vom Shopping-Center und dem bestehenden Aldi-Markt direkt an der Staatsstraße Einzelhandel und nördlich davon Wohnbebauung vorgesehen.
    • Auf Grund der schon bestehenden baulichen Nutzung und nicht zuletzt wegen der hohen Verkehrsbelastung der Raiffeisenstraße ist die bauliche Nutzung auf ein Misch- und Dorfgebiet abzustellen. Dies ist bei den Bauleitplanverfahren zu Grunde zu legen.

  • Wegebeziehungen

Bei der Bauleitplanung ist darauf zu achten, dass notwendige Fußwegebeziehungen umgesetzt werden.

  • Infrastruktur
    • Einzelhandel

Die Ansiedlung eines weiteren Marktes ist auch nach den Aussagen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) noch vertretbar, da in Bad Abbach derzeit im Verhältnis zu anderen Gemeinden eine unterdurchschnittliche Verkaufsfläche vorhanden ist.
Denkbar ist dabei auch die Ansiedlung eines Drogeriemarktes, da nach der Schließung der beiden Filialen der Fa. Schlecker hier eine Unterversorgung spürbar ist.

    • Ortspark

Die Gestaltung eines Ortskerns ist auf Grund der Struktur an der Raiffeisenstraße nur ansatzweise möglich. Die Anlage eines kleinen Parks in der Nähe des Friedhofes soll einen Treffpunkt für die Bürger/-innen bieten, steht aber nicht in Konkurrenz zum sanierten Kurpark.

    • Jugendzentrum

Das Jugendzentrum ist derzeit in Containern am Gutenbergring untergebracht. Sinnvoll wäre jedoch – auch auf Grund der Lärmproblematik – eine Umsiedlung an die Raiffeisenstraße.

 

Folgende Fragen werden in der Diskussion erörtert:

 

  • Durch die Ansiedlung einer Wohnbebauung zwischen Raiffeisenstraße und Gutenbergring wird für den Bereich der BayWa eher das Potential für einen Vollsortimentsmarkt geschaffen als für einen Discounter. Im Übrigen scheint der Bedarf nach Discount-Märkten mittlerweile gedeckt.

  • Die Finanzierung der Anlage des Ortsparks erscheint schwierig. Denkbar wäre jedoch auch, dies dem Erschließungsträger als Aufgabe zu machen.

  • Die Umwandlung der Fläche des Busunternehmens Watzinger und der zum Gutenbergring hin angrenzenden Flächen zu einer Wohnbebauung sei sinnvoll.

  • Die angedachte – doch relativ massive Bebauung – führe wohl zu weiteren Folgekosten für den Ausbau von Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen, die berücksichtigt werden müssen.

  • Durch die massive Bebauung komme es auch zu erhöhten Lärmimmissionen, die im Rahmen der Bauleitplanung genau ermittelt werden müssen, um einen entsprechenden Lärmschutz vorsehen zu können.

    Vom Arch.-Büro wird darauf hingewiesen, dass wegen der Lärmproblematik direkt an der Raiffeisenstraße eine Einzelhandelsnutzung im Erdgeschoss vorzusehen sei.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat nimmt den Rahmenplan zur Kenntnis. Der Rahmenplan dient als Basis für die weitere Entwicklung in diesem Bereich (Untersuchungsgebiet).

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

22

Ja-Stimmen:

22

Nein-Stimmen:

0

 

 

Beschlussnummer:

782