Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK),

BezeichnungInhalt
Sitzung:22.05.2012   MGR/006/2012 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 17, Nein: 6
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

In der Sitzung vom 22.03.2012 wurden dem Gremium die verschiedenen Vorschläge für die Neugestaltung des ehemaligen BRK-Geländes vorgestellt und erläutert.

 

Daraufhin wurden mit den Firmen Archus Bösl GmbH, Mainburg, und Urban & Kemmler, Weiden, Gespräche hinsichtlich einer gemeinsamen Lösung geführt:

 

  • Die Fa. Urban & Kemmler hat nochmals zum Ausdruck gebracht, direkt im Anschluss an die Klinik eine Fläche von ca. 1.800 m² erwerben zu wollen.

  • Die Fa. Archus Bösl GmbH hat mündlich und zuletzt auch schriftlich erklärt, dass nur der Erwerb der gesamten in o.g. Sitzung aufgezeigten Fläche in Frage kommt. Ansonsten müsse das Unternehmen sein Kaufangebot zurücknehmen.

Dem Marktgemeinderat wird ein, auf dem bekannten Planentwurf basierendes, weiterentwickeltes Konzept vorgestellt, über das nunmehr endgültig entschieden werden sollte.

 

Vorab wurden die Fraktionssprecher anlässlich einer Besprechung am 14.05.2012 über den genauen Sachverhalt informiert.

 

Die heutige Entscheidung über die weitere Gestaltung falle lediglich für die Wohnbe-bauung südlich der angedachten „Querspange“ zwischen der Kochstraße und der Kaiser-Karl-V.-Allee. Die Platzgestaltung und die Situierung der Bebauung auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheimes bleiben dem Bebauungsplan-verfahren vorbehalten.

 

In der Diskussion wird Folgendes angesprochen:

 

  • Die vorgelegte Lösung sei sinnvoll – über die endgültige Verkehrsführung müsse man sich jedoch noch intensive Gedanken machen.

  • Für das Gelände an der Kochstraße (ehem. Schwesternwohnheim) bestehe derzeit kein großes Interesse. Von der Verwaltung wird dazu mitgeteilt, dass die Fa. Archus Bösl GmbH für diese Fläche vorerst lediglich eine Kaufoption anstrebe.

  • Über die genaue „Bauform“ werde im Bebauungsplanverfahren entschieden. Der aufgezeigte Vorentwurf sieht Flachdächer vor. Zu begrüßen sei die gelungene (kantenscharfe) Abgrenzung der vorgesehenen zur bestehenden Bebauung.

  • Im Wettbewerb seien lediglich zwei bis drei Geschosse vorgesehen gewesen. Nunmehr werde von einer viergeschossigen Wohnbebauung ausgegangen, die keinen Einzelhandel und auch keine Dienstleistungsunternehmen vorsehe.
    Dem wird entgegnet, dass vor Auslobung des Wettbewerbes von Seiten der Verwaltung mit zahlreichen Projektentwicklern und Investoren Gespräche wegen einer Ansiedlung von Nahversorgungsgeschäften geführt worden seien, die leider alle ergebnislos verliefen. Aus diesem Grunde wurde schon bei der Auslobung des Realisierungswettbewerbes auf Vorgaben hinsichtlich einer Ansiedlung von entsprechenden Betrieben verzichtet. Man erhoffe sich durch die Wohnbebauung eine Belebung des Innerortes und damit verbunden die Ansiedlung von neuen Geschäften in den bisher schon leestehenden Geschäftsräumen in der Straße „Am Markt“ und in der Kochstraße.

 

Das aufgezeigte Konzept sieht nunmehr eine viergeschossige Wohnbebauung vor, die sich jedoch gegenüber den Planungen des Wettbewerbers als durchaus verträglich und bei weitem nicht so dicht darstellt.

Sie gestaltet sich relativ offen und locker und bietet großzügige Freiräume mit einer öffentlichen Fußwegeverbindung zur Klinik und zum Kurpark.

  • Im Realisierungswettbewerb wurde die Ansiedlung der Fa. Urban & Kemmler von ganz wenigen Wettbewerbsteilnehmern direkt im nördlichen Anschluss an die Klinik vorgesehen.

  • Die Platzgröße erscheine derzeit noch zu groß. Der Platz umfasse ohne die Verkehrsflächen der Kaiser-Karl-V.-Allee und der Kochstraße ca. 1.000,00 m². Die genaue Gestaltung solle hier jedoch einer eigenen Planung vorbehalten bleiben. Im Übrigen wird darauf verwiesen, dass die Größe des Platzes für den kürzlich eingerichteten Wochenmarkt am Marktplatz zu klein sei und sich bereits jetzt die Notwendigkeit eines größeren Platzes abzeichne. Weiterhin wäre die Verwirklichung des Solitär-Gebäudes später weiterhin möglich – hier gibt es derzeit keine Interessenten für die beim Wettbewerbssieger angedachte Bau- und Nutzungsform (betreutes Wohnen). Denkbar wären auch die Errichtung eines Info-Terminals, einer „Parkmöglichkeit“ für Fahrräder oder einer Ladestation für E-Bikes. Weiterhin sollte in diesem Bereich auch über die Möglichkeit der Schaffung einer Bushaltestelle und der Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen nachgedacht werden.

  • Bezüglich der Fa. Urban & Kemmler werde auf die Möglichkeit verwiesen, das Unternehmen beim nördlichen Parkplatz des Kurhauses anzusiedeln – der bestehende Parkplatz müsse dann jedoch entfallen.

  • Das Gremium wird auf Nachfrage über die Situierung der Stellplätze informiert. Dabei sollen die Gebäude an der Kaiser-Karl-V.-Allee über eigene Stellplätze verfügen, die im Erdgeschoss der Gebäude untergebracht werden sollen. Die drei großen Gebäude sollen über eine gemeinsame Tiefgarage erschlossen werden. Weiterhin sollen die Gebäude oberirdische Besucherparkplätze erhalten.

  • Die Einbeziehung der Anlieger wird durch das Bebauungsplanverfahren gewahrt.


Beschluss:

 

Das Gremium nimmt das aufgezeigte Bebauungskonzept zur Kenntnis.

Der Marktgemeinderat beschließt, dass die künftige Bebauung auf Grundlage dieses „Vorentwurfes“ erfolgen soll.

Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Schritte (Grundstückstransaktionen, Bauleitplanverfahren, evtl. notwendige Erschließungsverträge etc.) einzuleiten bzw. fortzuführen.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

23

Ja-Stimmen:

17

Nein-Stimmen:

6

 

 

Beschlussnummer:

726