Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Kurpark Bad Abbach,

BezeichnungInhalt
Sitzung:22.05.2012   MGR/006/2012 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 18, Nein: 5
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

Mit Beschluss Nr. 664 vom 28.02.2012 hat der Marktgemeinderat beschlossen, eine Arbeitsgruppe mit u.a. jeweils einem Vertreter der im Gremium vertretenen politischen Gruppierungen hinsichtlich des Betriebes des Tiergeheges einzurichten.

 

Die Arbeitsgruppe hat die Thematik am 19.04.2012 eingehend diskutiert.

 

Für den laufenden Unterhalt ist von jährlichen Kosten in Höhe von ca. 37.000,00 € bis 40.000,00 € auszugehen (Personalkosten für zwei Personen mit ca. 15 h/Woche, Futter, Tierarzt etc.).

 

Daneben sind Investitionen von jährlich ca. 10.000,00 € notwendig (abschnittsweise Erneuerung der Zäune, Ställe etc.).

 

Der Finanzbedarf wird sich nach den derzeit geltenden rechtlichen Vorgaben schätzungsweise auf ca. 50.000,00 €/Jahr belaufen.

 

In der Besprechung der Arbeitsgruppe wurden u.a. auch Refinanzierungsmöglichkeiten erörtert. So wurden die Gründung eines Fördervereins, die Übernahme von Tierpatenschaften oder auch die Aufstellung einer „Sponsorentafel“ im Gehege angeregt, um die finanzielle Belastung des Marktes Bad Abbach zu reduzieren.

 

Die Umstellung des Tiergeheges auf ein Wildtiergehege wird sowohl von der Arbeitsgruppe als auch vom Kurreferenten, Herrn Tilmann Kaiser, nicht empfohlen.

Eine evtl. Schließung des Tiergeheges wird auf Grund der Attraktivität, der sehr guten Besucherzahlen und der pädagogischen Bedeutung (Schulen, Kindergärten, Hort etc.) ausgeschlossen.

 

In der Diskussion wird Folgendes angesprochen:

 

  • Das Gehege wird als freiwillige Leistung der Kommune in letzter Zeit – wohl auch bedingt durch die neue Ausrichtung – von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

  • Die Artenvielfalt müsse – obwohl bereits der Tierbestand reduziert wurde – weiter verringert werden, um einen rationelleren Betrieb  gewährleisten zu können. Anzudenken wäre die Abgabe der vorhandenen Ponys und Esel, deren Pflege sehr aufwändig sei. Ziel müsse es sein, die laufenden Unterhaltskosten auf ca. 25.000,00 € jährlich zu reduzieren.

  • Die Entfernung des Dammwildes wäre denkbar, da dies nicht sehr attraktiv sei.

  • Die Gründung eines Fördervereins sei zwar zu begrüßen, bringe aber im Zusammenhang mit „mehr Aktionen“ keine großen finanziellen Entlastungen. Es solle geprüft werden, ob hier nicht die Gründung eines Betreibervereins sinnvoller wäre. Mit diesem könne der Markt Bad Abbach einen entsprechenden Vertrag schließen, der den Betrieb auf den Verein überträgt und dann lediglich ein entsprechender jährlicher Zuschuss in Höhe von ca. 20.000,00 € an den Verein ausbezahlt wird. Eine ähnliche Konstellation war bereits im Jahr 2007 gegeben.

  • Im Haushalt 2012 sind für den Unterhalt des Geheges unter der Haushaltsstelle 0.8600.5870 Mittel in Höhe von 30.000,00 € veranschlagt. Man gehe jedoch von Unterhaltskosten von 40.000,00 € aus. Dem Marktgemeinderat soll am Ende des Haushaltsjahres eine Abrechnung über die Ein- und Ausgaben vorgelegt werden.

  • Das ehrenamtliche Engagement sei sehr zu begrüßen. Denkbar sei aber auch, den Betrieb des Tiergeheges an eine externe Organisation (z.B. Katholische Jugendfürsorge) auszugliedern.

  • Der finanzielle Aufwand in Höhe von jährlich 50.000,00 € sei nicht vertretbar, da der Markt Bad Abbach andere Investitionen, wie die notwendigen Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser Lengfeld und Oberndorf sowie die Sanierung des Kurhauses und der Schulen wegen der fehlenden Finanzierung immer wieder zurückstelle.

 

  • Das Tiergehege trage sehr zur Attraktivität von Bad Abbach bei. Hierdurch kann man sich als familien- und kinderfreundlicher Ort darstellen (weicher Standortfaktor). Zur Refinanzierung könne man sicher noch weitere Lösungen finden.

  • Die Werbe- und Interessengemeinschaft (WIG) wird einen entsprechenden Betrag für das Tiergehege zur Verfügung stellen.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat beschließt, das Tiergehege in der derzeitigen Form bzw. Art und Weise bis auf Weiteres zu betreiben.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

23

Ja-Stimmen:

18

Nein-Stimmen:

5

 

 

Beschlussnummer:

725