Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Städtebaulicher Realisierungswettbewerb im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes,

BezeichnungInhalt
Sitzung:27.09.2011   MGR/008/2011 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 18, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

 

Sachverhalt:

 

Bürgermeister Ludwig Wachs begrüßt hierzu Herrn Architekten Hans-Peter Hebensperger-Hüther, München, der mit seinem Arch.-Büro H2R den städtebaulichen Realisierungswettbewerb gewonnen hat.

 

In die Überarbeitung des Wettbewerbsvorschlages sollten nach Vorgabe des Preisgerichts insbesondere die folgenden Punkte einfließen:

 

  • Die Verkehrsführung soll hinsichtlich der verkehrsberuhigten Bereiche überprüft werden.
  • Der Anteil der Geschosswohnungen soll deutlich erhöht werden.
  • Stellplätze für den ruhenden Verkehr müssen in ausreichender Zahl und wohnungsnah untergebracht werden.
  • Die Unterbringung eines Orthopädiezentrums ist zu prüfen.
  • Das Kaufangebot des Asklepios-Klinikums (Erwerb von ca. 1.000 m² im Anschluss an die Klinik) ist zu prüfen.

 

Herr Hebensperger-Hüther stellt dem Marktgemeinderat seinen Wettbewerbsbeitrag sowie vier weitere Varianten vor, wobei vom Architekten die Variante C1 als sinnvollste Lösung empfohlen wird.

 

Wettbewerbsbeitrag:

  • ca. 3.752 m² Geschossfläche
  • ca. 37 Wohneinheiten
  • Drei Tiefgaragen in angemessener Größe
  • Verkehrsführung auch für Busverkehr über den nördlichen Bereich möglich
  • Verkehrsberuhigter Bereich im gesamten Platzbereich bis auf Höhe des Alten Rathauses
  • Südlich des Solitärbaus nur Anliegerverkehr und verkehrsberuhigter Bereich
  • Orthopädiebetrieb auf Asklepios-Gelände westlich der Kaiser-Karl V. - Allee
    • hohe bauliche (und organisatorische) Freiheit
    • Standort mit Entwicklungspotential
    • Kliniknähe
    • Grundstück nicht verfügbar
  • Orthopädiebetrieb auf dem Gelände des ehem. Schwesternheims – Kochstraße
    •  gute Sichtbarkeit und Erreichbarkeit (zukünftige Bushaltestelle)
    • Grundstück verfügbar
    • Koppelung mit Wohnnutzung in den Obergeschossen, dadurch problematische bauliche und organisatorische Abhängigkeiten
    • Größere Entfernung zur Klinik

 

Variante A:

  • ca. 3.225 m² Geschossfläche
  • ca. 32 Wohneinheiten
  • Tiefgaragen in angemessener Größe
  • Orthopädiebetrieb an der Kochstraße nordöstlich der Klinik
    • bauliche und organisatorische Unabhängigkeit
    • annehmbare Lagequalität mit Kliniknähe
    • Grundstücke derzeit nicht verfügbar

 

Variante B:

  • ca. 4.045 m² Geschossfläche
  • ca. 40 Wohneinheiten
  • Tiefgaragen in angemessener Größe
  • Orthopädiebetrieb nördlich der Klinik
    • Kliniknähe und möglicher Bezug zu dieser
    • Möglichkeiten zur Vorfahrtgestaltung
    • bauliche und organisatorische Freiheiten
    • Beeinträchtigung des neuen Wohnquartiers

 

Variante C:

  • ca. 4.605 m² Geschossfläche
  • ca. 46 Wohneinheiten
  • Orthopädiebetrieb an der Kochstraße nordöstlich der Klinik
    • bauliche und organisatorische Unabhängigkeit
    • annehmbare Lagequalität mit Kliniknähe
    • Grundstücke derzeit nicht verfügbar

 

Variante C1:

  • ca. 3.500 m² Geschossfläche
  • ca. 35 Wohneinheiten
  • Tiefgaragen in angemessener Größe
  • Orthopädiebetrieb nördlich der Klinik mit Abschnittsbildung zur nördlichen Bebauung
    • Kliniknähe und möglicher Bezug zu dieser
    • Möglichkeiten zur Vorfahrtgestaltung
    • bauliche und organisatorische Freiheiten

 

Variante D:

  • ca. 4.272 m² Geschossfläche
  • ca. 42 Wohneinheiten
  • Tiefgaragen in angemessener Größe
  • Keine Ansiedlung der Orthopädie

 

In der Diskussion werden folgende Punkte angesprochen:

 

  1. Die Gespräche mit den Investoren sollen auf Basis der vom Büro H2R vorgelegten Varianten geführt werden. Es wird wohl ein Kompromiss zwischen den aufgezeigten Entwürfen und Ideen sowie den Vorgaben der Investoren erarbeitet werden müssen. 

    Derzeit haben ca. sieben Investoren Interesse am Gelände bekundet. Die Gespräche werden auch zeigen, ob eine Verträglichkeit der angestrebten Nutzung mit der Ansiedlung eines Orthopädiebetriebes hergestellt werden kann.

    Die nun vorliegenden Variantenuntersuchungen haben keine Bebauungsplanqualität. Hier werden dann noch „Detailplanungen“ erforderlich.

 

 

  1. Mit den Eigentümern der Grundstücke nordöstlich der Klinik an der Kochstraße wurde vor Erarbeitung der einzelnen Varianten die Zusage für eine Überplanung eingeholt. Ebenso wurde hinsichtlich einer eventuellen Grundstücksveräußerung grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert.

 

 

  1. Auf Anfrage wird erläutert, dass eine Bebauung derzeit in zwei- bzw. dreigeschossiger Bauweise vorgesehen ist. Weiterhin sind in allen Varianten durchaus großzügige Grünflächen enthalten.

 

  1. In der Variantenuntersuchung ist derzeit keine Möglichkeit der Veräußerung einer Teilfläche von ca. 1.000 m² an das Asklepios-Klinikum vorgesehen. Das Klinikum hat jedoch bereits Verständnis signalisiert, falls der Markt Bad Abbach wegen evtl. Einschränkungen der weiteren Planungen dem Kaufangebot nicht nähertreten sollte.

 

  1. Die Verkehrsführung wird kritisch hinterfragt, da die Straßenführung an drei Seiten um das vorgesehene Solitär-Gebäude vorgesehen ist. Es sollte zugunsten eines größeren Marktplatzes die Verkleinerung des Gebäudes geprüft werden (Möglichkeit der Ansiedlung eines Wochenmarktes).

    Weiterhin sollte noch überprüft werden, ob nicht eine Verkehrsführung einschl. des Busverkehrs südlich des Solitär-Gebäudes sinnvoller sei.

    In Zusammenarbeit mit einem Verkehrsplaner sollte hier die Verkehrsbelastung ermittelt und eine Lösung erarbeitet werden.

 

  1. Vom Arch.-Büro sollte auf Basis der Varianten eine Flächenaufstellung der privaten und öffentlichen Flächen erstellt werden.

 

  1. Im Rahmen einer Sitzung der Lenkungsgruppe sollen die Gesprächsergebnisse mit den Investoren anhand der aufgezeigten Varianten diskutiert werden.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat nimmt die Planungen zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, entsprechende Gespräche mit möglichen Investoren zu führen.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

18

Ja-Stimmen:

18

Nein-Stimmen:

0

 

 

Beschlussnummer:

602