Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Hochwasserschutz Bad Abbach

BezeichnungInhalt
Sitzung:01.03.2011   MGR/002/2011 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 21, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

 

Sachverhalt:

 

Der Markt Bad Abbach hat mit dem Wasserwirtschaftsamt Landshut eine Vereinbarung geschlossen, nach der die Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz und die Errichtung eines neuen Donaudurchgangs vom Wasserwirtschaftsamt Landshut durchgeführt werden und der Markt sich an den Baukosten beteiligt.

 

Herr stv. Behördenleiter Bernhard Eichner vom Wasserwirtschaftsamt Landshut informiert den Marktgemeinderat über die Maßnahmen und beantwortet dazu auch die Fragen aus dem Gremium.

 

  1. Hochwasserschutzmaßnahme

 

·         Beginn der Baumaßnahmen war im August 2010. Den Auftrag hat die Fa. Fahrner erhalten.

·         Die Arbeiten wurden im Wesentlichen bereits durchführt. Die Restarbeiten erfolgen – je nach Witterung – in ca. vier Wochen. Hier ist vor allem der Wegebau noch zu vollenden. Die Wege werden weitgehend von der Donau an den Dammfuß verlegt.

·         Für die Deichsanierung treten Mehrkosten auf. Der Markt Bad Abbach muss sich jedoch an diesen Kosten nicht beteiligen.

 

·         Die Radwege werden mit einer Asphaltschicht wiederhergestellt. Im Bereich des vorgesehenen Nebenarms wird der Radweg an den Dammfuß verlegt und ebenfalls mit einer Asphaltdecke versehen.

·         In der Nähe der Fußgängerbrücke sind derzeit die Spundwände noch sichtbar. Über eine „Verkleidung“ dieser Wände werde derzeit noch beraten.

Angedacht ist u.a. auch eine Begrünung mittels Rankgerüst.



  1. Bauwerk „Stadtdurchgang – Anbindung Donauvorland“ auf Höhe des Alten Rathauses

 

·         Die Kostenschätzung lag nach der abgeschlossenen Vereinbarung bei ca. 80.000,00 €. Das Ausschreibungsergebnis belief sich dann auf ca.

65.000,00 €.

·         Leider entsprachen die vorliegenden Bestandspläne nicht den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort. Auf Grund eines statischen Gutachtens wurde u.a. festgestellt, dass die vorhandene Bodenplatte nicht fachgerecht ausgeführt war und komplett erneuert werden musste.

·         Die Arbeiten mussten noch im Dezember 2010 durchgeführt werden, da auf Grund des angekündigten Hochwassers der Durchgang hochwassersicher gemacht werden musste.

·         Die Gesamtkosten werden sich nach Angaben des Ingenieurbüros auf ca. 130.000,00 € belaufen. Ein Großteil der zusätzlichen Leistungen wurde nach den vorhandenen Positionen im Leistungsverzeichnis ausgeführt. Für die nicht ausgeschriebenen Leistungen wurde von der Fa. Fahrner Ende Januar 2011 ein Nachtragsangebot vorgelegt.

Auf Nachfrage wird mitgeteilt, dass die Höhe der Kosten vom Ing.-Büro erst kürzlich ermittelt worden sei. Das Nachtragsangebot der Fa. Fahrner ging erst am 17.02.2011 beim Markt Bad Abbach ein. Der genaue Umfang der zusätzlichen Kosten konnte zum Zeitpunkt der Bauausführung nicht hinreichend ermittelt werden.



  1. Neuanlage eines naturnahen Seitenarms an der Donau

 

·         Für den Bereich zwischen Kelheim und Regensburg wurde neben dem Hochwasserschutzkonzept auch ein gewässertechnisches Konzept erarbeitet. Im Rahmen dieses Konzeptes wird in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden auf Höhe des Tunnels ein naturnaher Seitenarm der Donau auf einer Länge von ca. 200 m errichtet.

·         Die E.ON beteiligt sich an den Kosten der Maßnahme.

·         Im Zuge der Maßnahmen werden zum Teil Bäume als Todholzstrukturen eingebracht.

·         Der entsprechende Grunderwerb, der auch den Markt Bad Abbach betrifft, ist noch nicht gesichert. Bei Schürfgruben wurde jedoch festgestellt, dass in diesem Bereich keine alten Müllablagerungen vorhanden sind.

·         Mit der Maßnahme wird – soweit der Grunderwerb abgewickelt werden

kann –  im August/September 2011 begonnen.

·         Die entsprechende Fließgeschwindigkeit im Nebenarm ist gegeben. Auf Nachfrage wird mitgeteilt, dass der Durchfluss auch bei Niedrigwasser  gewährleistet ist und es somit auch nicht zu Mückenproblematiken kommen kann.

·         Die Umsetzung der Maßnahme weiter nördlich ist fachlich bedenklich, da hierbei die Fließgeschwindigkeit nicht mehr gewährleistet werden könne. Damit begründet sich auch der vorgesehene Grunderwerb.

·         Die im aufgezeigten Plan vorgesehene Furt entfällt. Es entsteht somit eine Insel, die einen Rückzugsbereich u.a. für Tiere darstellt und nicht mehr zugänglich ist. Evtl. Unterhaltsmaßnahmen können aber trotzdem durchgeführt werden.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat nimmt Kenntnis vom Situationsbericht und billigt die Vorgehensweise.

 

Das Gremium ist über die weitere Vorgehensweise im Bereich der Spundwände entsprechend zu informieren.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

21

Ja-Stimmen:

21

Nein-Stimmen:

0

 

 

Beschlussnummer:

520