Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Betrieb der Kinderkrippe durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO),

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.10.2010   MGR/009/2010 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 24, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) betreibt seit Anfang des Jahres eine eingruppige Kinderkrippe in angemieteten Räumlichkeiten in der Kochstraße.

 

Obwohl der Bedarf an Krippenplätzen bisher als gedeckt erschien, ist dieser in letzter Zeit scheinbar sprunghaft angestiegen. Dies liegt zum einen mit Sicherheit am neuen Träger, zum anderen aber auch daran, dass die Eltern ihre Kinder immer früher in eine Betreuungseinrichtung geben wollen und/oder müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass der bisherige private Träger, Frau Hörnlein, den Betrieb der Kinderkrippe im Oktober 2009 aufgegeben hat, da dieser wegen der geringen Kinderzahl nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte.

 

Derzeit existiert nach Aussage der AWO eine „Interessensliste“ für ca. 25 - 30 weitere Kinder. Erfahrungsgemäß ist jedoch davon auszugehen, dass letzten Endes nicht alle zurzeit interessierten Eltern einen Krippenplatz in Anspruch nehmen, so dass wohl von einem reellen Bedarf von zwei bis drei Gruppen (je Gruppe 12 Kinder) auszugehen ist.

 

Aufgrund von Gesprächen mit der AWO wurde überlegt, ob man im ersten Obergeschoss desselben Gebäudes weitere „Krippengruppen“ einrichten könnte.

Eine erste Schätzung ergab jedoch, dass für den Umbau bzw. die Funktionsverbesserung Kosten in Höhe von ca. 240.000,00 € anfallen würden.

Dazu muss noch festgestellt werden, dass sich das Anwesen nicht im Eigentum des Marktes Bad Abbach befindet, keine Außenanlagen vorhanden sind und sich auch die „Anlieferung und Abholung“ der Kinder verkehrstechnisch als nicht unproblematisch erweist. Die Eigentümer des Objektes in der Kochstraße würden lt. Aussage ca. 60 % der reinen Umbaukosten tragen, falls ein langfristiger Mietvertrag zustande kommen sollte. Diese Umbaukosten betragen geschätzt ca. 130.000,00 €.

 

Als Alternative wäre ein Neubau oder ein Anbau an einen bestehenden Kindergarten anzudenken. Die Kosten für die Errichtung einer zweigruppigen Kinderkrippe werden sich auf ca. 1 Mio. € belaufen. Auf Grund der Finanzkraft des Marktes Bad Abbach kann dabei jedoch von staatlichen Zuwendungen in Höhe von 75 % der zuwendungsfähigen Kosten ausgegangen werden.

 

Des Weiteren sollte auch über eine Lösung mittels Raummodulen diskutiert werden; die Kosten hierfür werden sich für die Montage und Erschließung auf ca. 100.000,00 € belaufen. Weiterhin würden dann noch Mietkosten in Höhe von netto 28.000,00 € jährlich auf den Markt Bad Abbach zukommen.

 

Nachdem sich die Anzahl der Kinder im Alter von 0 – 3 Jahren in den nächsten Jahren wohl bei ca. 100 Kindern einpendeln wird (nach den nun vorgelegten Zahlen der Kindergärten werden dort bereits ca. 45 Kinder im Krippenalter betreut) ist wohl von einem Bedarf von mehreren Gruppen (eine Gruppe in einer Kinderkrippe besteht aus 12 Kindern) auszugehen.

 

Folgende Standorte kämen für die Errichtung einer Kinderkrippe in Frage:

 

Grundstück östlich der Jos.-Manglkammer-Halle

Dieses Grundstück (Fl.-Nr. 269/2 der Gemarkung Bad Abbach) befindet sich im Eigentum von Frau Maria Lindinger. Ein Preis wurde von der Eigentümerin bis zum Sitzungstag nicht genannt. Jedoch wurde die grundsätzliche Bereitschaft einer Veräußerung an den Markt Bad Abbach signalisiert.

 

 

Anbau nördlich des „Kindergartens St.-Christophorus“

Hier wäre ein Anbau vom bisherigen Hauptgebäude abgesetzt denkbar.

 

 

Grundstück östlich des Schulsportplatzes und nördlich des Kinderspielplatzes

Auf diesem Grundstück befanden sich früher die Tennisplätze des TSV Bad Abbach. Es handelt sich dabei um Teilflächen der Fl.-Nrn. 280 und 276 der Gemarkung Bad Abbach.

 

 

Anbau an den Kindergarten „Arche Noah“

Hier ist eine kleine Erweiterung nach Osten hin möglich.

 

 

In der Diskussion werden folgende Punkte angesprochen:

 

  • Das Grundstück Fl.-Nr. 269/2 der Gemarkung Bad Abbach müsste erst erworben werden.
  • Es solle geprüft werden, ob auch für eine langfristige Mietbindung des Marktes von Seiten des Freistaates Zuschüsse gewährt werden.
  • Die Zuschussbindung gilt für 25 Jahre, wobei die Maßstäbe an eine bindungskonforme Nutzung auf die Kinderbetreuung im weitesten Sinne angelegt werden.
  • Auf Grund der demografischen Entwicklung erscheint ein Neubau einer Kinderkrippe sinnvoller, da nicht von einem vorrübergehenden Bedarf ausgegangen werden könne.
  • Im Kindergarten „Arche Noah“ kann auf Grund der entgegengesetzt liegenden Versorgungsleitungen ein erhöhter Aufwand entstehen.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat beschließt, dass folgende Standorte für einen Neubau einer Kinderkrippe untersucht werden sollen:

 

  • Grundstück östlich der Jos.-Manglkammer-Halle
  • Anbau nördlich des Kindergartens „St.-Christophorus“
  • Grundstück östlich des Schulsportplatzes und nördlich des Kinderspielplatzes
  • Anbau an den Kindergarten „Arche Noah“

 

Weiterhin sollen die genauen Voraussetzungen für eine Bezuschussung ermittelt werden.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

24

Ja-Stimmen:

24

Nein-Stimmen:

0

 

 

Beschlussnummer:

477