Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Information über die Machbarkeit eines Nahwärmenetzes in Bad Abbach

BezeichnungInhalt
Sitzung:02.03.2010   MGR/002/2010 
Beschluss:ungeändert beschlossen
Abstimmung: Ja: 22, Nein: 0
DokumenttypBezeichnungAktionen

 

Sachverhalt:

 

Das Büro Gammel Engineering hat für den Markt Bad Abbach ein kostenloses Konzept für ein mögliches Nahwärmenetz erarbeitet.

 

Herr Lichtenberger vom Büro Gammel informiert den Marktgemeinderat über das Konzept, welches vorsieht, ein Biomasse-Heizkraftwerk zur Versorgung der Kaisertherme, der Asklepios-Klinik, des Kurhauses, der anliegenden Gebäude an der Stinkelbrunnstraße, Kochstraße und Am Markt an dieses Netz anzuschließen. In einem späteren Ausbauschritt könnten dann die Gemeindehäuser an der Gerhard-Hauptmann-Straße/Ziegelfeldstraße, das BRK-Seniorenheim am Lugerweg, die beiden Schulen sowie das neue Rathaus an dieses Heizkraftwerk angeschlossen werden.

 

Durch den Aufbau eines Nahwärmenetzes könnte u.a. eine Unabhängigkeit von den fossilen Energieträgern erreicht werden.

 

Weiterhin könnte bei Errichtung eines Heizkraftwerkes im Gegensatz zu einem Heizwerk elektrische Energie zu den erhöhten Einspeisevergütungen in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

 

In der Diskussion werden folgende Fragen beantwortet:

 

  • Die Anlage kann mit Hackschnitzeln mit einem maximalen Feuchtigkeitswert von 60 % betrieben werden.
  • Die Anlieferung der Hackschnitzel erfolgt täglich und soll durch Holzlieferungen aus der Region gewährleistet werden. Es handelt sich dabei um Restholz, das anderweitig nicht mehr verwendet werden kann (also kein Abfallholz bzw. Altholz). Derzeit ist es noch so, dass mehr Holz nachwächst als geschlagen wird (Zuwachs des Holzes wird in Bayern nur zu 30 % genutzt) und somit könnte die Versorgung auf Dauer aus der Region erfolgen.
  • Die Finanzierung der Anlage kann durch den Markt Bad Abbach, aber auch durch einen privaten Investor erfolgen. Auch der gemeinsame Betrieb über ein eigenes „Gemeindewerk“ (Stadtwerk) ist hier denkbar.
    Um diese Punkte klären zu können, wäre die Beauftragung einer detaillierten Machbarkeitsstudie notwendig, die auch den möglichen Bedarf des Anschlusses von privaten Haushalten feststellen würde. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass private Anschließer das Angebot nur dann annehmen, wenn der Austausch der Heizungsanlage anstehen würde.
  • Das Büro Gammel bietet auch die Möglichkeit der Besichtigung einer Anlage (z.B. Kelheim) an.
  • Durch die Errichtung einer solchen Anlage könnte auch die Luftqualität im Innerort verbessert werden (Anerkennung als Heilbad).
  • Die Verrechnung der verbrauchten Wärme erfolgt über Messeinrichtungen im angeschlossenen Gebäude. Die Vorlauftemperatur würde sich zwischen 82° und 85° Celsius bewegen.
  • Wichtig ist die Standortsuche für das Heizkraftwerk. Die Anlieferung müsste zumindest im Winter täglich erfolgen, um einen effektiven Betrieb zu gewährleisten.

 


Beschluss:

 

Der Marktgemeinderat nimmt das kostenlose Konzept zur Kenntnis. Das Angebot der Besichtigung einer vergleichbaren Anlage wird angenommen. Ein Besichtigungs-termin ist zu vereinbaren.

 


Abstimmungsergebnis:

 

Anwesend:

22

Ja-Stimmen:

22

Nein-Stimmen:

0

 

 

Beschlussnummer:

392