Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Umbau, Funktionsverbesserung und Sanierung des Kurhauses,

BezeichnungInhalt
Sitzung:01.12.2009   MGR/012/2009 
Beschluss:Kenntnis genommen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Sachverhalt:

 

Die Architekten Frank Stürzl,  Raphael Malenka-Wieland und Lukas Malenka (Arch.-Gemeinschaft Stürzl/m2plan) stellen die überarbeitete Vorplanung aufgrund der Anregungen aus der Marktgemeinderatssitzung vom 28.07.2009 vor.

 

Die Architekten stellen zuerst dar, dass die Umnutzung des bestenden Tanzcafes in ein Tagungszentrum nicht bzw. nur mit erhöhtem finanziellen Aufwand möglich ist, weil folgende Punkte nur mit einem immensen Kostenaufwand gelöst werden können:

  • Belichtung aufgrund der Tiefe des Gebäudes
  • Stützen im Raum
  • Toilettenproblematik
  • Erschließung mit Treppen und Aufzügen (derzeit an falscher Stelle)
  • Nutzung als Tanzcafe und Tagungszentrum nicht möglich – nur eine der beiden Nutzungen denkbar.

 

Im Anschluss wird der Neubau eines Tagungszentrums südöstlich vom bestehenden Kurhaus vorgestellt.

 

Auf die Ausführungen der Architekten in der Anlage 1 zur Niederschrift wird hingewiesen.

 

In der Diskussion werden folgende Themen diskutiert:

 

  1. Auf Nachfrage wird mitgeteilt, dass die Sanierungskosten aufgrund vergleichbarer Projekte bei ca. 60 % der Neubaukosten liegen werden. Genauere Angaben sind derzeit nicht möglich, da auch die Planungen der Fachplaner für Heizung/Lüftung/Sanitär, Elektro noch nicht vorliegen.

  2. Der Neubau eines Tagungszentrums sei viel zu teuer und könne wohl nicht finanziert werden. Der Abbruch des bestehenden Tanzcafes komme nicht in Frage, da der Baukörper an sich noch intakt ist.

    Nach der Aufgabenstellung des Marktgemeinderates sollten Tagungsräume geschaffen werden. Alternativ bleibt nur die bauliche Sanierung der bestehenden Bausubstanz.

    Weiter wäre ein Umbau des Tanzcafes zu Tagungsräumen denkbar; dies sei jedoch nicht sinnvoll, da das Cafe einen Anziehungspunkt im Kurpark darstellt.

  3. Die Asklepios-Klinik reißt die Klinik in der Nähe des Kurhauses ab – somit erfolgt bereits durch diese Maßnahme eine Öffnung des Kurparks zur Ortsmitte hin.

  4. Die Frage der entsprechenden Bauabschnitte sollte geklärt werden, hier  vor allem, ob der Neubau des Tagungszentrums vor der Sanierung und Erweiterung des Kurhauses verwirklicht werden könnte.

  5. Der Neubau des Tagungszentrums östlich des Kurhauses würde eine Trennung des Kurparks zur Folge haben.

    Hier sind die Architekten der Auffassung, dass durch die Trennung von Tagungszentrum und dem neu angedachten Cafe durchaus eine Durchgängigkeit gegen wäre.

  6. Aus dem Gremium wird vorgeschlagen, dass über dem bestehenden Tanzcafe ein Tagungszentrum durch Aufstockung bzw. Errichtung eines Dachgeschosses erstellt werden könnte. Damit könne auch die bestehende Bausubstanz erhalten werden.

    Von den Architekten wird bei diesem Vorschlag darauf hingewiesen, dass die Tagungsräume dann eine Dachschräge haben würden. Weiterhin müsse das Tanzcafe bis auf den Rohbauzustand zurückgeführt werden, um dies zu verwirklichen.

  7. Das Cafe als potentieller Versorger für die Tagungsräume und den Kursaal sei zu weit entfernt.

    Hier wird darauf hingewiesen, dass für jeden Bereich ein eigener Catering-Zugang vorgesehen ist, so dass auch mehrere Veranstaltungen zugleich von mehreren Catering-Unternehmen versorgt werden könnten.

  8. Die voraussichtlichen Baukosten sollten ermittelt werden, damit weitere Diskussionen erfolgen können.

    Die Architekten weisen darauf hin, dass dies erst nach Beauftragung der Fachplaner möglich sei und dieser Auftrag nun erteilt werden müsse.


 

Der Marktgemeinderat nimmt den Planungsentwurf in der vorliegenden Form zur Kenntnis. Über die Beauftragung der Fachplanungen wird demnächst entschieden. Ein Beschluss wird nicht gefasst.